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Biographie:
Musik - meine Leidenschaft, meine Liebe, mein Leben
Als 6-jähriger Pimpf wußte ich schon sehr genau was ich wollte: ein Klavier! Nur leider verdient man in diesem Alter noch kein Geld. Was sollte ich also tun? Mein Sparschwein schlachten? Das würde nicht reichen. Da blieb nur eins: Intensives, zähes und penetrantes Quengeln bei meinen Eltern!
Sie hatten irgendwann ein Einsehen und erfüllten mir zu Weihnachten meinen innigsten Wunsch: Endlich ein Klavier...Äh...Verpackung sooo klein ??... Nee, das war kein Klavier...es war ein...Akkordeon!?!
Ein Klavier war für meine Eltern damals unerschwinglich, deshalb beschafften sie ein Akkordeon für mich ("...passt schon... Hat ja auch auf einer Seite Tasten, bekam ich zu hören....").
Mir blieb demnach nichts anderes übrig als, frei nach dem Motto "Einem geschenkten Gaul guckt man nicht in den Mund", fleißig und eisern auf dem Akkordeon zu üben, um meinen Eltern meine Zukunftsvorhaben zu verdeutlichen und - immerhin konnte man mit diesem Instrument auch Musik machen... tatsächlich erzielte ich Dank meines strengen aber ebenso liebenswerten Akkordeonlehrers Alex Pergams (Gott hab ihn seelig) Erfolge: Bei "Jugend musiziert" z. B. erlangte ich den zweiten Platz.
In den folgenden sieben Jahre begleitete mich dieses Instrument. Während meiner Schulzeit verzog ich mich einige Male sofort nach der Schule in mein Zimmer und musizierte auf meinem Akkordeon, einfach um abzuschalten. Irgendwann spürte ich dennoch, dass es mich nicht vollkommen erfüllte.
Eines schönen Tages hörte ich - wie man das als pubertierender Teenager eben so macht - Musik aus dem Radio. Während ich versonnen meinen Gedanken nachhing, drang plötzlich ein Song in meine Ohren, welcher mein musikalisches Leben ändern und bereichern sollte. Es war "So lonely" von "Police". Wow, was für ein Schlagzeugsound! Wer war dieser begnadete Schlagzeuger? Neugierig erkundigte ich mich umgehend. Ah, Stewart Copeland, einer der weltbesten Schlagzeuger - kein Wunder!
Die Band "Police" ist bis zum heutigen Tag eine meiner Lieblingsbands. Durch dieses Erlebnis wurde ich vom Schlagzeugfieber förmlich gepackt.
Ich nutze jede sich mir bietende Gelegenheit meine Eltern zu beknieen, anzuflehen und vor allem zu nerven, ( überall drauf rumtrommeln, was klingt ) mir dieses wunderbare Instrument zu kaufen.
Stur und hartnäckig war ich schon immer... Und siehe da, dieses Mal waren mir die Sterne gewogen: Ich bekam das ersehnte Schlagzeug im Alter von 13 Jahren! Und obendrein meldeten mich meine Eltern in Goslar bei meinem zukünftigen Schlagzeuglehrer Jürgen Malwitz an. Jahrelang fuhr mich meine Mutter Woche für Woche zum Unterricht ( Danke Mutti ), später konnte ich die Fahrt durch Erlangung des Führerscheins selbstständig tätigen. Ich erlernte zunächst den Jazz-Stil, doch im Laufe der Jahre wechselte ich in den Rock-Stil.
Bis zum 21.Lebensjahr hielt ich Jürgen die Treue. Während dieser Zeit nahm ich außerdem an vielen verschiedenen Drummer-meetings teil und besuchte Schlagzeug-Workshops von z.B. Pete York, Abbey Rader, Rick Letham, Gregg Bisonett und Will Calhoun. Diese Menschen waren meine Vorbilder und auf einmal konnte/durfte ich mit ihnen gemeinsam musizieren!
Um meine Fähigkeiten zu intensivieren und auszubauen und nicht ausschließlich innerhalb der eigenen vier Wände meine Nachbarn an den Rand des Wahnsinns zu treiben, trat ich meinem heimatlichem Orchester, den "Klesmern" in Salzgitter als Schlagzeuger bei. Damals war ich 14 Jahre. Auftritt für Auftritt trommelte ich mit den "Klesmern". Nach zehn Jahren lechzte ich nach Abwechslung. Ich wollte zu neuen Ufern aufbrechen. Die Möglichkeit bot sich mir wenig später.
Ich trat der Rockband "Strangers" bei. Inzwischen stand ich mitten im Berufsleben, verdiente mein eigenes Geld. Da erinnerte ich mich an meinen ersten Musikwunsch: ein Klavier! Ja, nun war ich in der glücklichen Lage, mir selbstständig diesen langersehnten Traum zu erfüllen! Ich verkaufte mein Akkordeon (ein kleines habe ich noch immer!), legte auf den Erlös den Restbetrag drauf und kaufte mir mein Klavier!
Alex Pergams unterrichtete mich wie "in alten Zeiten" streng als ob ich sechs Jahre alt wäre, was mir so manches Mal rückblickend ein Schmunzeln abverlangte.
Mein Schlagzeug ließ ich selbstverständlich nicht vermodern - im Gegenteil! Ich hörte von einer Band, die sich "nightline" nannte. Sie waren auf der Suche nach einem Schlagzeuger. Wir verabredeten einen Termin für eine ungezwungene Session zwecks gegenseitigen Beschnupperns. Die Chemie stimmte vom ersten Augenblick!
Ab 1996 war ich deshalb gern Mitglied bei der Rockband "nightline". Im Jahr 2003 trat schließlich der "Country Express" in mein Leben und bereicherte es um eine weitere Stilrichtung: den Country-Rock. Ebenfalls fühlte ich mich hier sofort willkommen und aufgenommen. Viele gelungene Auftritte, Messeteilnahmen und vor allem das positive Feedback unserer treuen Fans sind der Lohn für gern investierte Übungsstunden. Es macht viel Spaß, erfordert allerdings auch Disziplin und eine Familie, die viel Verständnis für mein Hobby mitbringt.
Auf meinen bisherigen Lorbeeren wollte ich mich jedoch trotzdem nicht ausruhen. So erkundigte ich mich 2007 nach qualifiziertem Schlagzeugunterricht. Ich wurde bei Michael Wolpers in Peine fündig. Er gibt mir nach wie vor Tipps zur Verbesserung meiner Schlagzeugfähigkeiten. Auch mit 42 Jahren kann man sich noch weiterentwickeln - auch in der Musik.
Mein Leben wird stets von Musik geprägt sein, sie gibt mir Kraft; in ihr finde ich Ruhe; sie gehört einfach zu mir!
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